
Soziallobbyist Ulrich Schneider bewirbt sich um Linken-Parteivorsitz

Nach der Ankündigung des Linken-Co-Vorsitzenden Jan van Aken, aus "gesundheitlichen Gründen" seinen Posten zur Verfügung zu stellen, hatte sich für die Wahl im Juni dieses Jahres bereits der Stuttgarter Bundestagsabgeordneten Luigi Pantisano als neuer Mann für die Doppelspitze neben Ines Schwerdtner vorgestellt. Nun informiert der Sozialexperte und langjährige Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands Ulrich Schneider, dass er sich entschlossen habe, auf dem Parteitag in Potsdam für den Bundesvorstand der Linken zu kandidieren.
In "eigener Sache" informierte der medial aus Talkrunden bei ARD und ZDF bekannte Sozialexperte Schneider Ende April dieses Jahres, dass er "wieder in die Partei Die Linke eingetreten" sei. Dazu erklärte er in einem Facebook-Beitrag:
"Der Grund für meinen Austritt 2022 hat sich zwischenzeitlich erledigt und Deutschland braucht mehr denn je eine konsequente linke Sozial- und Steuerpolitik, eine echte Alternative zum Sozialstaatsabbau."

In der Woche vor dieser Information verkündete am 15. April der amtierende Linken-Co-Vorsitzenden Jan van Aken, dass er sich von seiner Position vor dem kommenden Parteitag im Juni zurückziehen wird. Aktuell erklärt nun Schneider unter anderem auf X:
"Deutschland braucht heute mehr denn je eine starke linke Bewegung und eine starke Linke Partei. Ich habe mich entschlossen, auf dem Parteitag in Potsdam für den Bundesvorstand der Linken zu kandidieren."
Deutschland braucht heute mehr denn je eine starke linke Bewegung und eine starke Linke Partei. Ich habe mich entschlossen, auf dem Parteitag in Potsdam für den Bundesvorstand der Linken zu kandidieren. pic.twitter.com/3gwJ5pNS02
— Ulrich Schneider (@UlrichSchneider) May 21, 2026
Schneider war von 1999 bis 2024 Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. Der Austritt aus der Linken erfolgte zwei Jahre zuvor wegen seiner zu diesem Zeitpunkt Noch-Parteikollegin Sahra Wagenknecht unterstellter "Putin-Propaganda".
Der „Wirtschaftskrieg gegen Russland“ … Anläßlich solcher Täter-Opfer-Umkehr oder auch einfach „Putin-Propaganda“ aus dem Munde Wagenknechts im Bundestag bin ich seinerzeit aus der Linken ausgetreten. Finde es auch aus den Tweets ihrer Gefolgsleute nach wie vor unerträglich. https://t.co/lwawfBphbf
— Ulrich Schneider (@UlrichSchneider) September 4, 2024
Unmittelbar am Folgetag nach der Rücktrittserklärung van Akens meldete sich Pantisano zu Wort und erklärte auf der Bundestagswebsite seine Kandidatur, die mittlerweile von der aktuellen Parteichefin Schwerdtner, die erneut antreten will, begrüßt und unterstützt wird.
Im Juni kommt es damit auf dem Linken-Parteitag in Potsdam nicht zu einer unkomplizierten und schnellen Bestätigung der neuen Doppelspitze.
Mehr zum Thema – Nach van-Aken-Rückzug: Linkenpolitiker Luigi Pantisano meldet sich als Nachfolgekandidat
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